
Loslassen und Auftanken mit Qigong - von Frauen für Frauen
Ira Nimsdorf

In einer Lebensphase des Umbruchs lernte ich 2008 die chinesischen Bewegungskünste Taijiquan und Qigong kennen. Ich begann, Atem und Bewegung bewusst zu verbinden, erlernte komplexe Bewegungsabläufe und entdeckte, wie sehr mich diese Praxis erdet, zur Ruhe bringt und zugleich beweglicher und leichter werden lässt. Durch Partnerübungen entwickelte ich ein Bewusstsein für meine Körperstruktur und lernte, Bewegungen zur Selbstverteidigung anzuwenden. Was anfangs unglaublich schwerfiel, tat mir gleichzeitig unmittelbar gut. Mit der Zeit veränderten sich meine Körperhaltung und Wahrnehmung; auch die Rückenschmerzen, die mich jahrelang begleitet hatten, verschwanden. Seitdem habe ich bei verschiedenen Lehrern gelernt und praktiziere heute Wudang Principles (WDP), wie sie von Ismet Himmet gelehrt werden. Seit 2024 lerne ich außerdem Gesundheits-Qigong bei Dr. Wenjun Zhu am TCM Institut Köln und beschäftige mich mit den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Ich bin überzeugt von einem ganzheitlichen Ansatz. Yin und Yang sowie die Fünf-Elemente-Lehre verstehe ich dabei vor allem als Spiegel der Selbsterkenntnis. Qigong ermöglicht, die eigene Körperwahrnehmung zu vertiefen und die Gesundheit aktiv zu unterstützen. Im Sommer 2027 werde ich meine zertifizierte Ausbildung zur Qigong-Lehrerin abschließen. Ein weiterer wichtiger Einfluss ist die Kontaktimprovisation. Seit mehreren Jahren tanze ich und nehme regelmäßig an internationalen Workshops teil. Im Mittelpunkt stehen für mich die freie Erforschung von Bewegung und die Verkörperung – im Kontakt mit mir selbst, mit anderen und mit dem Raum. Seit einigen Jahren leite ich Qigong-Kurse und verbinde darin diese drei Elemente. Mein Anliegen ist es, Menschen dabei zu begleiten, Freude an Bewegung zu entdecken und Sensibilität und Achtsamkeit für den eigenen Körper zu entwickeln.
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